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Tiroler Braunviehzuchtverband

Vor mehr als 100 Jahren wurde in Tirol begonnen, organisiert Braunvieh zu züchten. Damals schon haben Bauern mit Weitblick erkannt, dass diese Rasse Zukunft hat und eine gute Basis für ihre landwirtschaftliche Produktion schaffen kann. Das Bewusstsein, dass große Chancen der Landwirtschaft in der gemeinsamen Qualitätsproduktion liegen, führte zur Gründung der ersten Genossenschaften. Mit der Gründung örtlicher Viehzuchtvereine im Jahre 1895 über die Gründung des "Verbandes der Viehzuchtgenossenschaften im Oberinntal" und des "Verbandes der Lechtaler Viehzuchtgenossenschaften" im Jahre 1907 bis zum Zusammenschluss dieser beiden zum Tiroler Braunviehzuchtverband im Jahre 1939 wurden von den zahlreichen Tierzuchtpionieren die Grundsteine für eine erfolgreiche Braunviehzucht gelegt. Trotz vieler Rückschläge im züchterischen als auch im agrarwirtschaftlichen Bereich ist es gelungen, die Stellung der Braunviehzucht in Tirol auszubauen und zu festigen.  Bis heute ist der Tiroler Braunviehzuchtverband unabhängig und frei. 

 Das Braunvieh ist sowohl in den Gunstlagen im Inntal und den Seitentälern, als auch in den extremsten Bergbauerngebieten im Oberland und Außerfern verbreitet. Damit  hat der Landwirt eine anpassungsfähige Rasse für alle Produktionsbedingungen in der Hand.

Momentan sind dem Tiroler Braunviehzuchtverband 292 örtliche Viehzuchtvereine mit 2.842 Mitgliedern angeschlossen. In den Braunviehzuchtbetrieben Tirols werden 19.688 Herdebuchkühen und ebensoviel Jungvieh gehalten. Der Tiroler Braunviehzuchtverband zählt heute zu den mitgliederstärksten Rinderzuchtorganisationen in Österreich und hat sich die letzten Jahrzehnte  zu einem modernen Dienstleisungsunternehmen entwickelt.  



Die Arbeitsschwerpunkte des Tiroler Braunviehzuchtverbandes:

  • Interessensvertretung der heimischen Braunviehzüchter

  • Betreuung der Mitgliedsbetriebe in Zucht-, Fütterungs- und Haltungsfragen
  • Durchführung des Zuchtprogrammes
  • Herdebuchführung
  • Stiermutterauswahl: 4 Stiermutterschauen 
  • Gezielte Paarung 
  • Teststierauswahl
  • Nachzuchtbewertungen - alle Erstkingskühe werden linear beschrieben
  • Organisation und Betreuung im Besamungsbereich
  • Organisation des Zuchtviehabsatzes: bei 18 Versteigerungen ca. 4.000 verkaufte Tiere
  • Organisation von Drittlandexporten
  • Organisation von Tierschauen: jährlich ca. 25 Tierschauen mit rund 3.500 prämierten Tieren
  • Erstellung von Mitgliederzeitschriften und diversen Publikationen